Posts Tagged ‘Blech’

Rrrrrrrrrr…

Donnerstag, Januar 29th, 2009

Seit gestern weiß ich wie sich Liebe auf den ersten Blick anfühlt. Und: Sie wird erwiedert. Wir haben Nummern ausgetauscht, in den nächsten zwei bis drei Tagen gibts das nächste Date. Als ich gestern vor dir in die Hocke ging und dir in deine riesengroßen schräg stehenden Scheinwerfer-Augen sah, wurde mir bewusst, wie lange ich auf jemanden wie dich gewartet hatte. Sportlich, pechschwarz, wunderschön. In deinem Kühler können Kleinkinder Verstecken spielen. Wie eine schwarze Katze hast du dort gelegen, ein bisschen schläfrig – kein Wunder bei diesem Schlafzimmerblick-, bereit von irgendwem gestreichelt zu werden. Nie hab ich mich so auf ein Wiedersehen gefreut.

Ich bin für die Abwrackprämie, weil…

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Momentan sind Politik und Wirtschaft sehr originell unterwegs, wenn es darum geht, in der deutschen Bevölkerung brutale Kaufzwänge hervorzurufen. Den für mich brutalsten Kaufzwang löst hierbei die sogenannte Abwrackprämie aus. Inwieweit jedoch die deutschen Autobauer davon profitieren – das ist bislang noch nicht unbedingt zu hundert Prozent geklärt.

Daimler & Co hilft sie nicht, schreibt die Süddeutsche heute.

Mir schon. Daher meine persönliche Bitte an euch, die Abwrackprämie in voller Höhe für 23jährige, in Nordhessen lebende Arbeiterkinder einzuführen. Die Prämie bedeutet nichts anderes, als dass man 25 % auf Neu- oder Jahreswagen erhält, wenn man dafür sein mindestens neun Jahre altes Auto verschrottet. Leute, ich verschrotte mein Auto mit dem größten Vergnügen. Schon morgen,wenn ihr wollt. Herbei mit meiner Abwrackprämie.

Im Jahr 1997 wurde mein Auto gebaut. Es ist alt und es sieht zudem auch noch scheiße aus. Es ist lila. Ein Ford Ka in Lila. Name: Holger. Ich müsste lügen, wenn ich jetzt behaupten würde, ich hätte zu dieser Blechdose in den letzten fünfeinhalb Jahren keine intensive Beziehung aufgebaut. Drölfmal war es in der Werkstatt, den TÜV in 2007 hat es erst im zweiten Anlauf gepackt, es rostet und klappert, zwischenzeitlich gehen einige Türen nicht richtig auf, das Auto wird erst nach einer fünfstündigen Fahrt richtig warm. Und momentan verliert es auch noch Öl. Ein bewegtes Leben, das aber bald ein Ende finden muss.

Nun beschäftige ich mich seit rund zwei Wochen mit der Frage: Welcher soll es denn im Spätsommer/Herbst diesen Jahres sein, wenn Holger Holgerson abtritt? Denn nur Gott allein kann diesem Auto diesmal noch durch den TÜV helfen. Beim letzten Mal waren das noch Sieken´Michael und mein Papa. Diesmal Gott. Das ist schon ein Unterschied, oder?

Ein neues Gefährt muss her. Und weil ich mittlerweile nun wirklich zu alt bin für Opel Corsa oder gar VW Polo/Lupo/Fox-Geschichten, denke ich eher an die Kategorie Opel Astra, Peugeot 207, oder das neue Frauenauto, der nigelnagelneue Ford Fiesta.

Einen Audi TT kaufe ich mir nur, wenn es wirklich nicht mehr anders möglich ist. Hust.

Eine Abwrackprämie würde allerdings wie bereits erwähnt nicht jedem Autobauer hier in Deutschland weiterhelfen, denn angeblich tauschen die Deutschen, wenn sie ihre alte Kiste loswerden wollen, diese lieber gegen einen netten Gebrauchtwagen und weniger gegen nigelnagelneue, schicke Gefährte. Und die kommen größtenteils als Import nach Deutschland und bringen der Automobilindustrie hier wenig.

BMW, Mercedes, Audi und Porsche profitieren nicht von der Prämie, also wird sie wohl gar nicht erst eingeführt. Sehe ich das richtig? Liebe Wirtschaftsexperten da draußen, wenn ihr verdammten Huren uns nicht alles Geld aus der Tasche ziehen würdet, dann könnte sich der einfache Schlosser ja eigentlich auch mal einen Porsche leisten. Jetzt mal optimistisch formuliert. Dann würden sich auch BMW, Mercedes, Audi und Porsche freuen.

Jedenfalls – Abwrackprämie: dafür!

Weibische Angewohnheiten im Straßenverkehr

Dienstag, Juni 10th, 2008

Heute auf der Autobahn. Linke Spur. Keine 130 km/h.

Person A: “Ähm…”
Person B: “Ja?”
Person A: “Ähm, sag mal… BREMST du gerade?”
Person B: “Ja…”
Person A: “Aber… WIESO?!!!????!!!!!”
Person B: “Ich wusste nicht genau was ich machen soll.”
Person A “Weist du, dass wegen Menschen wie dir Staus entstehen können?”

Ich hab mich immer gefragt, wie Staus entstehen. Ich hab das nie verstanden. Ich meine, man kann ja auf einer Autobahn nicht plötzlich einfach so “aufhören zu fahren”. Jetzt habe ich begriffen, wie so etwas passieren kann. Es passiert, weil Frauen plötzlich nicht mehr wissen, was sie machen sollen. Nun darf mich aber niemand fragen, was diese Frauen in diesen Momenten an diesen Verkehrssituationen zweifeln lässt. Wie sie überhaupt auf den Gedanken kommen, an irgendetwas zu zweifeln. Dass ihr Verhalten in etwa so gefährlich ist wie wenn ein armer Irrer auf Crack mit 240 km/h die Autobahn einmal längs nimmt, begreifen diese Frauen nicht.

Ich frage mich, ob Männer so etwas auch tun. Die suchen ja eher irgendwo im Fußraum nach einer Schwanzverlängerung. Da sind ruckzuck 20 Zentimeter zusammen. Und dann sausen die wie vom wilden Affen gebissen die linke Spur entlang oder betreiben das berühmte Drei-Spuren-Springen. Sind die ja Meister drin. Die vierte Spur rechts außen bleibt frei, das interessiert die nicht. Aber die anderen drei… da kann man sich mal richtig austoben. Das macht Autofahren zu einer total entspannenden, harmonischen Sache. Da sitzt du als Frau daneben und denkst dir: “Alter, ich kann besser Autobahnfahren als du, aber das sag ich dir jetzt nicht. Dein Auto ist dafür schneller.”

Nochmal zurück zu den schläfrigen Frauen. Frauen sind auch diejenigen, die zwei Minuten nach dem Aussteigen Dinge sagen wie “Hab ich jetzt eigentlich abgeschlossen?” Frauen schließen immer ihre Autos ab, Frauen machen auch immer die Herdplatte aus und pusten die Teelichter im Wohnzimmer aus. Und dann fragen die grundsätzlich danach immer, ob sie das Auto abgeschlossen und die Herdplatte ausgemacht haben. Ich warte nur noch darauf, dass irgendwann mal eine in meinem Beisein sich an den Kopf fasst und in die Runde fragt, ob sie eigentlich ihren Verstand auch mitgenommen hat. Aber man darf sich nicht lustig darüber machen. Das ist den meisten einfach angeboren.

Genauso wie die ja auch nicht am Berg parken können. Denn es könnte ja sein, dass ausgerechnet an diesem Tag die Handbremse kaputt geht. Die Handbremse der Karre funktioniert seit zweihundert Jahren einwandfrei, aber ausgerechnet an diesem Tag könnte es sein, dass sie ihren Dienst versagt. Dann parken die lieber zwei Kilometer weiter, da wo nur 0,01% Steigung ist und du musst halt mal laufen. Ja klar… ich kann dir auch mal´n Moppped ins Kreuz schmeißen!

Manchmal vergessen Frauen auch einfachste Verkehrsregeln, was einzig und allein daran liegt, dass sie sich in einer fremden Stadt befinden. Das ist ein Verhalten, dass sogar ich noch tolerieren kann, denn wer einmal die Ampelschaltung in Wetter beobachtet hat, der weiß was ich meine. Ich glaube die Ampelschaltung in Wetter ist die Hölle, da nimmt man lieber 6-spurige Kreisel und geisteskranke Fahrradfahrer in Kauf.

Manche Frauen treiben das auf die Spitze, fahren auf der fettesten Vorfahrtsstraße die es weit und breit gibt, alle 100 Meter diese Spiegeleier-Vorfahrtsschilder – und dann fragen die aber an jeder Kreuzung, ob sie jetztVorfahrt achten müssen. Nur weil sie das erste Mal irgendwo sind.  Als würden die Schilder in Butzbach was anderes bedeuten als in nördlicheren Regionen Hessens. Is klar. In Münster zum Beispiel heist das Schild mit dem Fahrradfahrer – egal ob es eckig und rot oder eher rund und blau ist – das man ihn umfahren soll, den alten Sack. Einfach mal versuchen. Einfach mal was wagen.

Und jetzt… jetzt kommen wir zu etwas, was auch viele Frauen bis zu Perfektion beherrschen. Etwas was ihnen oft Fahrlehrer im Rentenalter beigebracht haben oder Leute, die von nichts eine Ahnung haben oder ihre eigenen Vorstellungen mit der Realität verwechseln.

Das NACHGREIFEN des Lenkrads auf einer nahezu VÖLLIG gerade verlaufenden Straße. Himmelarschundzwirn. Zugegebenermaßen gibt es nicht mehr viele Frauen, die sich auf dieses Talent berufen können, aber: Es gibt sie noch.

Diese Frauen haben nicht mehr alle beisammen. Oh yeah. Die fahren auf einer völlig ungefährlichen Bundesstraße, es ist kaum Verkehr, aber man sitzt daneben und stirbt einen erbärmlichen, innerlichen Tod. Die haben zwei Hände am Lenkrad, auf gleicher Höhe, is klar, und wenn es ein paar Grad nach links oder rechts gehen soll, sagen wir drei Uhr… dann greifen die nach. Wie stupide Idioten. Das ruckelt und zuckelt und ist so ungeschmeidig wie ein furztrockenes… na lassen wir das. Es ist ungeschmeidig. Es gibt Menschen die in ihrem kleinen Finger mehr Fahrgefühl und Kontrolle haben als diese Sissis, die stupide beide Hände am Lenkrad lassen und damit allen Beteiligten – den Insassen, sich selbst, allen Leuten auf der Straße – den Fahrspaß nehmen.

Ihr seht… es ist egal wo man gerade ist… man kann ihnen überall begegnen. Und ich glaube, dass einigen Frauen, selbst wenn sie Dreirad fahren müssten, noch irgendwelche Dummheiten einfallen würden. Das ist nicht schlimm. Es ist angeboren. Ihr könnt nichts dafür. Ich will nicht die Fahrkünste meines eigenen Geschlechts in Frage stellen. Ich meine ja nur… einigen sollte ab und zu mal für einen kleinen Moment der Führerschein entzogen werden.

Hinterm Lenkrad sind wir alle dumme Schweine

Dienstag, März 18th, 2008

Gestern fiel mir mal wieder auf, wie blöd doch einige Menschen sein müssen. Es genügt offensichtlich nicht allein, dumm zu sein. Man muss auch noch ein gewisses Maß an Stumpfsinnigkeit mitbringen, damit andere das volle Ausmaß meiner geistigen Lage begreifen.

Ich wollte tanken, an dieser kleinen Tankstelle, wo drumherum nicht mehr besonders viel Platz zum Halten ist, wenn man nicht gleich dran kommt. Man muss sich dann unter Umständen schonmal so in Nähe der Zapfsäule stellen, dass den nach mir folgenden Autos, die noch auf der Straße halten müssen, ein bisschen Platz gemacht wird. Ob ich dabei vielleicht zwei Minuten später an meine Lieblings-Zapfsäule kann, sollte da eher zweitrangig sein. Aber offenbar denken einige Bürger nicht so.

Ich fuhr also auf die Tankstelle zu, vor mir eine kleine hilflose Schlange, ganz vorne ein dunkler Kombi. Der Fahrer dieses Wagens schien offenbar mit der Situation überfordert zu sein, denn statt mal 5 Meter vorzufahren und so Frankenberg vor einer überirdischen Massenkarambolage zu schützen, blieb dieser Dussel stur da stehen. Ich dachte mir: Prima, jetzt kannst du wieder ne halbe Stunde warten und musst mit abermillionen anderer Autos die Straße blockieren. Also machte ich etwas, was möglicherweise nur umsichtige Bürgerinnen und Bürger machen, denn der durchschnittliche Primat blockiert ja lieber die Straße. Ich fuhr auf einen direkt nebenan angrenzenden Parkplatz, drehte dort und stellte mich, den Blinker setzend, so an die Ausfahrt, dass möglicherweise nach mir folgende Idioten erkennen würden: Die will gleich wieder rechts zur Tankstelle, da fahren wir mal lieber langsamer.

Natürlich kamen dann diese zwei Emo-Kinder angefahren. 19jährige Jungs, gescheiterte Existenzen, offenbar warteten beide derzeit noch auf ihren Plattenvertrag. Die Emo-Kinder nahmen mir, die Position meines Autos und die Tatsache dass ich trotz ansonsten freier Fahrbahn nicht abbog (denn ich wollte ja schließlich zur gottverdammten Tankstelle), meinen Platz weg. Prima, dachte ich. Man ist umgeben von Tranfunzeln und risikofreundlichen Emo-Kindern, die mal wieder NICHTS… GAR NICHTS begreifen.

Es ist schwer, heutzutage noch normale Menschen zu finden.

Diese zwei Kamele gurkten dann vor mir her, drehten und wendeten noch erschreckend langsam, und ich schlug auf das Lenkrad. Mein Versuch ihnen wiederum ihren Platz wegzunehmen, scheiterte. Sie konnten ja nicht ahnen dass ich da schon 5 Minuten stand und eigentlich vor ihnen dran kam, ich war nunmal gereizt.

Die einen sind zu langsam und die anderen sind zu schnell. Beim nächsten Mal blockiere ich auch die Straße und veranstalte wie ein dämlicher Trottel ein Hupkonzert.

Dinge, die ich nie verstehen werde und das böse Sauerland

Freitag, Februar 29th, 2008

Heute: Straßenverkehr

1. Die Aufkleber. Die “Thorben-Hendrik an Bord”-Aufkleber. Direkt daneben fährt “Justine-Cheyenne” mit. Und man hat sofort ein Bild vor Augen von einer Welt, in der in zwanzig Jahren nur noch lauter verwirrte Menschen rumlaufen, Erwachsene… in Teletubbie-Kostümen. Ich frage mich: Warum machen Eltern sowas? Und warum weiß ich ganz genau, dass die dazu gehörige Mutter eine von der Sorte ist, die auch Window Colour in ihrem Scheiß Wohnzimmer kleben hat. Ihr seid schlecht. Ihr seid ganz ganz schlecht. Es zwingt euch ja niemand dazu, ein geschmackvolles, schönes Leben zu führen. Aber warum wissen wir alle schon heute, dass aus euren Kindern später mal absolute Hirnis werden?

2. Zwischen 7 und 8 Uhr sind viele Bekloppte auf der Straße unterwegs. Das ist ok, denn in dieser Zeit fahren nunmal statistisch gesehen irgendwie die meisten Leute zur Arbeit. Im Prinzip fällt das gar nicht ins Gewicht. Fährt man dieselbe Strecke zwei Stunden später, das heißt zwischen 9 und 10 Uhr, gibt man sich naiven Illusionen hin wie zum Beispiel: Die Straße ist frei, der Himmel ist blau und der Rest meines Lebens liegt vor mir. (Ein Ärzte-Zitat)

Das ist natürlich fatal. Denn obwohl die Straßen in dieser Zeit tatsächlich deutlich unbefahrener sind, schlägt einem hier dennoch der komplette Wahnsinn auf vier Rädern entgegen.

Ich spreche hier von Leuten, die HSK auf dem Nummernschild stehen haben. HSK – das übersetzen wir, die ja KB auf dem Nummernschild stehen haben (KB = Kriegerisches Bergvolk)… wir übersetzen dieses HSK also ganz praktisch mit “Hilfe, sie kommen!” Und anders kann man das nicht nennen. Wobei, das eigentlich so gar nicht stimmt. Die Wahrheit liegt da eher näher an “Hilfe sie kommen NICHT!” Denn was HSKler definitiv nicht können ist in die Pötte kommen.

Und wenn dir einer aus HSK auf der Strecke Löhlbach – Hundsdorf – Wega – Mandern – Ungedanken begegnet, dann sieh zu dass du einen Umweg nimmst. Von mir aus durch den Wald… durch Naturschutzgebiet. Niemals sollte man das Risiko auf sich nehmen und hinter diesen Trotteln her fahren.

Ich hab es heute vor einer Woche trotzdem versucht. Ich fuhr hinter einer lahmen Ente her und dachte mir die ganze Zeit: Himmel, warum fährt der so? Ich flippte aus, so kurz vor Wega. Ich hatte eine hochrote Birne und rastete komplett aus. Fluchen, Brüllen, Schlagen – das volle Programm. Als ich mit meiner rechten Hand zum ersten Mal ausholte, um damit auf das Lenkrad einzuschlagen, wagte dieser Mensch ein gefährliches Überholmanöver. Und dann sah ich das Elend, das komplette Ausmaß der Katastrophe. Ein HSKler. Ein HSKler hatte diesen armen Menschen die ganze Fahrt über aufgehalten und ihn schutzlos meinem wilden Fluchen ausgesetzt. Es tat mir leid in diesem Moment. Unendlich leid.

Der Kampf war noch nicht ausgestanden, sondern sollte erst noch beginnen. Ich fuhr hinter dieser Tante her. Ich war mir völlig sicher, dass es eine Tante war. Sie hätte getönte Scheiben haben können, ich hätte trotzdem gewusst, dass es eine Sie… eine schläfrige, ängstliche Sie ist.

Sie fuhr 70 auf einer Strecke wo 100 erlaubt ist. Sie fuhr als wäre sie eben gerade erst frisch geschlüpft und müsse sich noch zurecht finden in der Welt. Sie schlich. Sie fuhr zwei Meter vor und einen wieder zurück. Sie war mein Feind in diesem Moment. Ich hasste sie, aus tiefster Seele. Das fleischgewordene Böse fuhr in Gestalt einer blöden Kuh aus HSK vor mir her und ich konnte nichts… gar nichts… dagegen tun.

Ich starb in diesem Moment innerlich. Da war nichts mehr zu machen. Als ich sie kurz vor Wega doch noch bekam, das kleine Luder, machte der mittlere Finger meiner rechten Hand ganz von selbst, was er tun musste. Er streckte sich ihr entgegen, voller Kampfeslust und voller überschüssiger Energie… und zum Glück habe ich kleine Hände und schmale Finger… vielleicht hat Satan das gar nicht so richtig gesehen.

Heute ereigneten sich ähnliche Szenen, auf der gleichen Strecke. Ich habe das Gefühl, dass der Teufel zwischen 9 und 10 Uhr einen Sack ausschüttet, aus dem dann so ziemlich alle geistig zur Zeit stark verhinderten HSKler (die aus Höxter sind aber auch nicht zu verachten) heraus plumsen und sich direkt vor mir auf der Straße platzieren. Um meine Geduld zu testen. Um mich wahnsinnig zu  machen.

Nun, lasst uns diese Spielchen doch einfach beenden. Sind wir doch mal ehrlich. Meine Geduld ist kaum vorhanden. Wenn ich jemanden lieb haben würde, dann hätte ich mit demjenigen sehr viel Geduld. Ich bin ein guter Mensch. Punkt. Aber ihr… ihr seid Arschlöcher in meinen Augen. Lahmarschige, die Gutherzigkeit vom Hintermann ausnutzende Schweinepriester seid ihr! Ihr denkt, ihr könnt euch das leisten auf der B 253, ihr Hurensöhne. Ihr denkt, ich mache alles mit euch mit. Schleiche da stunden-, ja wenn nicht sogar tagelang hinter euch her.

Aber es ist jetzt mal gut, es reicht mir. Ich habe ein Ziel vor Augen, verdammt nochmal. Die A49 in diesem Fall, ihr Opfer, ihr verdammten. Respekt vor dem Führerschein, denn ihr achtzehnhundertundsoviel erfolgreich gemacht habt. Aber irgendwo hört der Spaß doch auf.

Euch müsste mal jemand anhalten, zur Sau machen, einsperren. Führerschein, Fahrzeugpapiere, Krankenakte bitteschön!!!

Verdammter Hochsauerlandkreis, hundserbärmlicher.

Musste mal gesagt werden

Samstag, Februar 23rd, 2008

“Autofahren heißt Autofahren, weil man dabei fährt. Wenn man stehen würde, hieße es Autostehen. Das nur mal so am Rande bemerkt.” Wisst ihr, wegen solchen Aussagen haben wir den Herrn R. immer geliebt und stellen mit Trauer fest, dass er unsere kleine lustige CMYK-Runde ein halbes Jahr zu früh verlassen hat.

Christopher, wir lieben dich.

Bad Wildungen, was ist nur los mit dir?

Donnerstag, Mai 31st, 2007

Heute Vormittag hätte ich gerne eine PumpGun zur Hand gehabt. Eigentlich wollte ich in Bad Wildungen, dem Mekka für Kurgäste und Rentner, nur einen besonders erfreulichen Arzttermin wahrnehmen. Ich war eh schon 5 Minuten zu spät dran. Ich wollte dann da parken, wo ich immer parke. Immer… ich wiederhole… immer sind da auf diesem Parkplatz noch 3 Parkplätze frei. Einer für mich (immer!) und einer für zwei andere. So einfach ist das. Diesmal nicht.

Erstmal stand so ein Affe vor mir und wartete darauf dass eine Familie mit drei Kindern ihre Zöglingen und diverse Einkaufstüten im Auto verstaut hatten. Das dauerte und dauerte und dauerte. War dem Menschen vor mir egal, der wollte ja schließlich da parken. Irgendwann kam er dann zu der Erleuchtung, dass sein Verhalten unsozial ist und er den gesamten Bad Wildunger Stadtverkehr damit aufhält. Prima, Papa, komm, fahr weiter du Hornochse, wir kam keine Zeit.

Ich fuhr dann einmal über den Parkplatz, wunderte mich wie gewöhnlich darüber, dass es für Busse ungefähr 20 freie Parkplätze gibt, während die an Parkplätzen für Pkw´s echt gespart haben. Dann dachte ich, komm, fahr auf diesen engen Parkplatz, der daneben an grenzt, vielleicht hast du ja Glück. Nö, hatte ich nicht.

Aber ich durfte dann allen staunenden Kurgästen wieder mal zeigen, dass es beim Autofahrene eine Disziplin gibt, die ich besser behersche als mancher Mann. Normalerweise bin ich beim Autofahren eine Durchschnittliche Drei. Eine glatte Eins bin ich jedoch beim Rückwärtsfahren durch enge Gassen. Ich bin auch mal die komplette Frankenauer Straße rückwärts hochgefahren, ohne dabei Menschen oder Tiere oder Mülltonnen umzubringen, geschweige denn nur irgendwas zu berühren. Ehrlich Freunde, die meisten Menschen auf dieser Welt können nicht so gut rückwärts fahren wie ich. Das kann man hier ruhig mal ganz offen zugeben.

Ich also rückwärts wieder auf den anderen Parkplatz drauf. Da hatte sich die Lage merklich verschlechtert, denn nun kämpften bereits 15 Wagen um 0 Parkplätze. Eine denkbar ungünstige Situation, es sah schlecht aus. Ich fuhr dann mit “so einem dicken Hals!!!!” von dem Parkplatz und parkte dann in irgendeiner Seitenstraße.

Der Ärztin konnte ich dann wieder einmal beweisen wie schmerzunempfindlich ich bin (Tja, Disziplin muss man haben) – sie wie immer hellauf begeistert – und dann durfte ich endlich wieder dieses Sodom und Gomorra verlassen und den Heimweg antreten.

Fazit: Nur Irre unterwegs. Besonders in Bad Wildungen. Wie gut, dass ich in Frankenberg arbeite. Da sind die Leute nicht irre, nur ein bisschen verstrahlt, aber da gewöhnt man sich schon dran :)

Vom Schmidtmöller und dem Bau einer üblen Straße

Mittwoch, Dezember 6th, 2006

Heute, liebe Kinder, erzählt euch die Tante wieder eine schöne Geschichte aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Im Jahr 1976 trafen sich an einem Mittwochabend in einer Kneipe in der hiesigen Gegend der Straßenbaumeister Kafigge, der Arbeitslose Knut M. und Heinrich Schmidtmöller, dem man nachsagte, er sei ein nichtsnutziger Trinker.

Sie spielten ein Kartenspiel, tranken Bier und plauderten über dieses (Frauen, Politik) und jenes (Viezucht, Sport). Nach dem elften Bier wurde Schmidtmöller, wie man es von ihm gewohnt war, übermutig und er verwickelte den Straßenbaumeister, dessen Großvater schon an der alten Ederstraße mitgebaut hatte, in ein sinnloses Gespräch über die regionale Infrastruktur.

“Dein Weg muss steinig sein, du musst gepeinigt sein, du musst verrückt sein, solltest du dir zu schnell einig sein!”, rief er, ganz im Sinne von Judith Holofernes, in die Runde. “Was willst du uns damit sagen?”, wollte der Kafigge, ein friedfertiger und seines Faches belesener, fähiger Mann, wissen. “Was ich damit sagen will?!!! Wassich damit sagen will?!!!”, lallte Schmidtmöller empört und mit einem Ruck stand er auf und streckte den Zeigefinger seiner linken Hand Richtung Süden. “Da fehlt noch eine Straße!!!!”, brüllte er.

Doch niemand verstand ihn.

Und weil ihn niemand verstand und er gerade so guter Dinge war und weil der Zorn und die Kampfeslust ihn gepackt hatten, nahm er sich eine Schippe und baute binnen drei Tagen die Straße, die von da an Viermünden und Oberorke miteinander verband.

In Erinnerung an den Nichtsnutz Heinrich Schmidtmöller übergeben sich seit dieser Zeit nach jeder einzelnen Autofahrt auf eben dieser Strecke unzählige Menschen in den Straßengraben.

So auch ich. Fast. Eben. Ich habe vergessen, dass in Viermünden eine Umleitung ist und ich nicht einfach so auf den good old Ederhighway abbiegen kann. Ich nahm das Risiko auf mich. Und das habe ich jetzt davon.

Mir ist kotzübelschlecht und neunmal wäre ich beinahe aus acht verschiedenen 90-Grad-Kurven geflogen.

Dieses Land, mein Land, steckt wirklich voller Gefahren.

Der Nebel über Löhlbach

Mittwoch, November 15th, 2006

Heute möchte ich über das mysteriöse Dorf Löhlbach sprechen.

Mit knapp 1.500 Einwohnern ist der Ort der größte in der Gemeinde Haina.

In Löhlbach liegt die einzige Stelle, an der einst das Kellerwaldmassiv in West-Ost Richtung überschritten werden konnte. Deshalb war dies früher ein strategisch wichtiger Faktor und ein Grund für die Anlage Löhlbachs in so großer Höhe (500-572 mtr. n.N.). Die Ebenen bei Frankenberg und Bad Wildungen sowie der Bunstuht waren schon lange besiedelt, bevor Niederlassungen in den rauhen Höhenlagen des Kellerwaldes entstanden.Nicht nur die Wegeverhältnisse von damals, auch die Wegeführung mußman sich anders vorstellen als bei der heuteigen B 253. Von Bad Wildungen war der Wegeverlauf in etwa so wie heute.Ab der Frankenauer Kreuzung verlief die Strasse gänzlich anders. Jahrhundertelang gab es nur einen Waldweg zu den Hauberschen Steinbrüchen. Auf diesem Weg transportierten die erstenLöhlbacher Siedler mit Ochsenkarren Sandsteine zum Bau der Festung Aulisburg und ab 1140 für die Errichtung des Klosters mit gleichem Namen auf dem selben Platz.Die Aulisburg war ein strategisch wichtiger Platz welcher die Überschreitung der Rhein-Weser Wasserscheide schützen solllte.Von 1881 bis 1910 verkehrte eine private Postkutsche auf der Strecke Frankenberg- Frankenau- Löhlbach- Bad Wildungen und zurück. Dies war das erste öffentliche Verkehrsmittel in unserer Gegend. Drei Jahre musste die Postkutsche den Anfangsteil der alten Strasse benutzen, ehe sie umgelegt wurde. Die Strecke heißt noch heute die” alte Poststrasse”.
(Quelle: www.loehlbach.net)

Gut und schön, ich liebe meine Heimat und jeder kleine Ort hier hat seine schönen Ecken, seine netten Menschen, seine Geschichte. Auch Löhlbach.
Was Löhlbach jedoch vor allen anderen am allermeisten hat, und das war es worüber ich ja eigentlich reden wollte, ist… Nebel.

Hochsommer, ein Tag im Juli, es ist 9 Uhr. Die Sonne scheint, die Sicht ist wunderbar, du warst gerade nochmal auf´m Klo, bist froh und glücklich, fährst relaxt die zweitwichtigste Straße des Landkreises Waldeck Frankenberg, die B253, entlang… da taucht vor dir das liebliche Dörfchen Löhlbach auf.

Und plötzlich… mitten im Hochsommer, um 9 Uhr… dichtester Nebel. Dich-tes-ter Ne-bel!!!!!

Eben haben die Blumen am Wegesrand noch in den schönsten Spektralfarben geblüht und in der Sonne geblitzt, die Bienchen haben gesummt, auf der Wiese haben die Kühe zum fünften Mal ihr Essen wiedergekäut … und Löhlbach liegt im Nebel.

Es ist erstaunlich… ja mehr noch – unheimlich!!! Man sucht verzweifelt nach dem LKW, den man eben an der Kreuzung zu Frankenau noch verflucht hat, denn dessen Rücklichter können einem nun den Weg weisen durch die Einsamkeit, die drückende Ruhe, das langsame Sterben.

Oh… da isser ja! Du bist gerade auf ihn draufgefahren! Herzlichen Glückwunsch. Hundert Punkte für… Löhlbach. Und den Nebel. Den Nebel über Löhlbach.

Dieser Nebel reicht, wenn man auf der Straße weiterfährt, so geschätzte 70 Meter bis vor Ortseingang Hundsdorf. Dann hört er abrupt auf, der Nebel. So als wäre er nie da gewesen. Und plötzlich siehst du auch wieder die Kühe auf der Wiese, nur sind es diesmal andere Kühe.

Und während du durch den kleinen verschlafenen Ort fährst, fragst du dich: Warum zum Geier ist das so? Dass überall die Sonne scheint, nur in Löhlbach nicht. Denn da ist grad, Tageszeit scheißegal, Nebel.

Und fast gleichzeitig fragst du dich auch noch, warum bei Schlägereien oder Rangeleien, die irgendwo geführt werden immer Löhlbacher beteiligt sind? Liegt es am Nebel?
(Bildnachweis: www.haina.de)

Frankenberger Verkehrshelden

Mittwoch, April 5th, 2006

Meine persönliche Expertin des Tages: KB HU 889.

Wenn ich Schweinchen Dick Autofahren beibringen würde, dann könnte es das besser als der Fahrer dieses Wagens.

Ich finde Leute, die beim Reinfahren in einen Kreisel blinken, total genial…