Heute: Straßenverkehr
1. Die Aufkleber. Die “Thorben-Hendrik an Bord”-Aufkleber. Direkt daneben fährt “Justine-Cheyenne” mit. Und man hat sofort ein Bild vor Augen von einer Welt, in der in zwanzig Jahren nur noch lauter verwirrte Menschen rumlaufen, Erwachsene… in Teletubbie-Kostümen. Ich frage mich: Warum machen Eltern sowas? Und warum weiß ich ganz genau, dass die dazu gehörige Mutter eine von der Sorte ist, die auch Window Colour in ihrem Scheiß Wohnzimmer kleben hat. Ihr seid schlecht. Ihr seid ganz ganz schlecht. Es zwingt euch ja niemand dazu, ein geschmackvolles, schönes Leben zu führen. Aber warum wissen wir alle schon heute, dass aus euren Kindern später mal absolute Hirnis werden?
2. Zwischen 7 und 8 Uhr sind viele Bekloppte auf der Straße unterwegs. Das ist ok, denn in dieser Zeit fahren nunmal statistisch gesehen irgendwie die meisten Leute zur Arbeit. Im Prinzip fällt das gar nicht ins Gewicht. Fährt man dieselbe Strecke zwei Stunden später, das heißt zwischen 9 und 10 Uhr, gibt man sich naiven Illusionen hin wie zum Beispiel: Die Straße ist frei, der Himmel ist blau und der Rest meines Lebens liegt vor mir. (Ein Ärzte-Zitat)
Das ist natürlich fatal. Denn obwohl die Straßen in dieser Zeit tatsächlich deutlich unbefahrener sind, schlägt einem hier dennoch der komplette Wahnsinn auf vier Rädern entgegen.
Ich spreche hier von Leuten, die HSK auf dem Nummernschild stehen haben. HSK – das übersetzen wir, die ja KB auf dem Nummernschild stehen haben (KB = Kriegerisches Bergvolk)… wir übersetzen dieses HSK also ganz praktisch mit “Hilfe, sie kommen!” Und anders kann man das nicht nennen. Wobei, das eigentlich so gar nicht stimmt. Die Wahrheit liegt da eher näher an “Hilfe sie kommen NICHT!” Denn was HSKler definitiv nicht können ist in die Pötte kommen.
Und wenn dir einer aus HSK auf der Strecke Löhlbach – Hundsdorf – Wega – Mandern – Ungedanken begegnet, dann sieh zu dass du einen Umweg nimmst. Von mir aus durch den Wald… durch Naturschutzgebiet. Niemals sollte man das Risiko auf sich nehmen und hinter diesen Trotteln her fahren.
Ich hab es heute vor einer Woche trotzdem versucht. Ich fuhr hinter einer lahmen Ente her und dachte mir die ganze Zeit: Himmel, warum fährt der so? Ich flippte aus, so kurz vor Wega. Ich hatte eine hochrote Birne und rastete komplett aus. Fluchen, Brüllen, Schlagen – das volle Programm. Als ich mit meiner rechten Hand zum ersten Mal ausholte, um damit auf das Lenkrad einzuschlagen, wagte dieser Mensch ein gefährliches Überholmanöver. Und dann sah ich das Elend, das komplette Ausmaß der Katastrophe. Ein HSKler. Ein HSKler hatte diesen armen Menschen die ganze Fahrt über aufgehalten und ihn schutzlos meinem wilden Fluchen ausgesetzt. Es tat mir leid in diesem Moment. Unendlich leid.
Der Kampf war noch nicht ausgestanden, sondern sollte erst noch beginnen. Ich fuhr hinter dieser Tante her. Ich war mir völlig sicher, dass es eine Tante war. Sie hätte getönte Scheiben haben können, ich hätte trotzdem gewusst, dass es eine Sie… eine schläfrige, ängstliche Sie ist.
Sie fuhr 70 auf einer Strecke wo 100 erlaubt ist. Sie fuhr als wäre sie eben gerade erst frisch geschlüpft und müsse sich noch zurecht finden in der Welt. Sie schlich. Sie fuhr zwei Meter vor und einen wieder zurück. Sie war mein Feind in diesem Moment. Ich hasste sie, aus tiefster Seele. Das fleischgewordene Böse fuhr in Gestalt einer blöden Kuh aus HSK vor mir her und ich konnte nichts… gar nichts… dagegen tun.
Ich starb in diesem Moment innerlich. Da war nichts mehr zu machen. Als ich sie kurz vor Wega doch noch bekam, das kleine Luder, machte der mittlere Finger meiner rechten Hand ganz von selbst, was er tun musste. Er streckte sich ihr entgegen, voller Kampfeslust und voller überschüssiger Energie… und zum Glück habe ich kleine Hände und schmale Finger… vielleicht hat Satan das gar nicht so richtig gesehen.
Heute ereigneten sich ähnliche Szenen, auf der gleichen Strecke. Ich habe das Gefühl, dass der Teufel zwischen 9 und 10 Uhr einen Sack ausschüttet, aus dem dann so ziemlich alle geistig zur Zeit stark verhinderten HSKler (die aus Höxter sind aber auch nicht zu verachten) heraus plumsen und sich direkt vor mir auf der Straße platzieren. Um meine Geduld zu testen. Um mich wahnsinnig zu machen.
Nun, lasst uns diese Spielchen doch einfach beenden. Sind wir doch mal ehrlich. Meine Geduld ist kaum vorhanden. Wenn ich jemanden lieb haben würde, dann hätte ich mit demjenigen sehr viel Geduld. Ich bin ein guter Mensch. Punkt. Aber ihr… ihr seid Arschlöcher in meinen Augen. Lahmarschige, die Gutherzigkeit vom Hintermann ausnutzende Schweinepriester seid ihr! Ihr denkt, ihr könnt euch das leisten auf der B 253, ihr Hurensöhne. Ihr denkt, ich mache alles mit euch mit. Schleiche da stunden-, ja wenn nicht sogar tagelang hinter euch her.
Aber es ist jetzt mal gut, es reicht mir. Ich habe ein Ziel vor Augen, verdammt nochmal. Die A49 in diesem Fall, ihr Opfer, ihr verdammten. Respekt vor dem Führerschein, denn ihr achtzehnhundertundsoviel erfolgreich gemacht habt. Aber irgendwo hört der Spaß doch auf.
Euch müsste mal jemand anhalten, zur Sau machen, einsperren. Führerschein, Fahrzeugpapiere, Krankenakte bitteschön!!!
Verdammter Hochsauerlandkreis, hundserbärmlicher.