“Some things, however, are true no matter how hard you might try to block them out, and a lie is always a lie, no matter how prettily told. Some doors, once they’re opened, can never be closed again, just as some trust, once it’s been lost, can never be won back.” (Alice Hoffman)
Ein Text über Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden. Oder vielleicht auch nicht.
Die letzten beiden Wochenenden waren voll von magischen Momenten, weswegen es mir bis jetzt nicht gelang, sie auch in Worte zu fassen. Da wäre das Open Flair, das ich nur zum Campen aufsuchte. Und ich muss sagen: Scheiße nein, ich werde nie wieder nur zum Campen auf ein Festival fahren, das ist der größte Unsinn, den man machen kann. Denn man verblödet heimlich still und leise auf dem Campinggelände, während andere sich wenigstens bei der Musik ein bisschen abreagieren können.
Apropos Musik…
Scheißekalt war´s, abgesehen von der Nacht zum Samstag, aber da machten die Temperaturen mir nichts aus, was möglicherweise am Alkoholpegel lag. Ich begründe übrigens die Tatsache, dass ich diesmal nicht um 00.35 Uhr schon in meinem Zelt gelegen und friedlich geschlummert habe, damit, dass meine körperliche Leistungsfähigkeit stark… also wirklich ganz ganz stark zugenommen hat.
Wenn ihr mich jetzt fragen würdet, was ich drei Tage lang überhaupt gemacht habe, würde ich auf dieses Video hier verweisen.
Das ist John. Voll laser wie er abgeht. Und ich möchte einfach mal für die ganze Gruppe sprechen, wenn ich sage: Wir lieben John. Ich würde ihn nicht als klassischen Kaputten bezeichnen, seine Awesomeness ist viel komplexer und, wie gesagt, nicht so leicht in Worte zu fassen. Allerdings gäbe es da in Bezug auf John trotzdem etwas, das ich gerne sagen möchte.
…
Sebassssstian!!!!!! Mmmmmhhhh!!!!!!!
…
Ich habe es selten erlebt, dass ich einen akuten Lachkrampf bekomme, nur weil jemand schön hinfällt oder Tiergeräusche macht. Man fühlt sich schlagartig ins Kleinkindalter zurück versetzt und mir ist bisher nicht klar, ob es daran liegt, dass die Systeme ohnehin tagelang im Sparmodus laufen, was sich vor allem auf Denkvermögen und Sprachzentrum auswirkt, oder ob es wirklich so lustig ist.
Was habe ich also mitgenommen von diesem Open Flair 2010? Nun, rosafarbene Spongebob-Tshirts stehen wahrlich nicht jedem. Es gibt wirklich Menschen, die gehen barfuß auf ein Dixi-Klo (wtf). Und es ist immer so, dass auf Festivals, Jugendfreizeiten oder Klassenfahrten im letzten angebrochenen Drittel der Zeit alle komisch werden und irgendwie das Beste aus sich rausholen.
Was jedoch viel wichtiger ist: Nach dem Open-Flair-Wochenende, kam das Birthday-Bash-Wochenende, das sich nur mit Worten wie “Außerirdische”, “Bewusstseinserweiterung” und “feindliche Übernahme” erklären lässt.
Dome feierte also seinen 25ten Geburtstag. Und zunächst war alles unauffällig. Mit unauffällig meine ich, dass die, von denen man es kennt und erwartet, die Tanzfläche belagerten und die, von denen man es kennt und erwartet, an den Stehtischen ausharrten. Faszinierenderweise trafen in dieser Scheune ja viele unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund aufeinander. Das war wahnsinnig aufregend.
Zum Beispiel ereignete sich zwischen Dome´s PPP-Buddy Niklas, mit dem er bald eine WG in Reutlingen gründen wird, und mir folgender Dialog, dessen Witz man nur verstehen kann, wenn man ich oder jemand vergleichbares ist. Oder arbeitslos. Oder was weiß ich. Also, folgender Dialog:
Niklas: “Was studierst du so?”
Franzi: “Ich studiere nicht. Ich arbeite.”
Da hab ich mich erstmal innerlich überschlagen vor Vergnügen und mir gewünscht, dass irgendjemand jetzt um die Ecke kommt und die Zutaten für den Geoffrey endlich zusammen hat und wir uns alle zusammen vor eine Wand aus Fell stellen und endlich anfangen zu leben. Anyway… ich glaub der Niklas ist ein guter Typ. Vielleicht hätte der Dome ihm vorher mal sagen müssen, dass er mich so ziemlich alles fragen kann, außer was ich studiere.
(Ich bin Gelegenheits-Soziologie-Studentin. Und meine Gegenfrage auf all eure Fragen lautet: “In welcher Welt lebt ihr und wenn ja, ist es da schön?” Ein Diplom oder etwas Vergleichbares hab ich nicht nötig, ich war schon immer immun gegen Gruppenzwang.)
Dome´s Rede wurde von Greifvögelgeräuschen unterbrochen und die universelle Frage, die bereits relativ zu Anfang die Partyrunde beherschte, war “Was, Pimmel, was?” Und wenn ihr einfach mal ein bisschen einlenken, zur Ruhe kommen, in euch reinhorchen würdet, dann würdet ihr erkennen, dass es oftmals keine andere Möglichkeit gibt, als den Bemerkungen anderer Leute mit einem grundsoliden “Was, Pimmel, was?” zu begegnen.
Doch wir waren bei den Außerirdischen… und irgendwann um Mitternacht herum passierte etwas. Wie erkläre ich das jetzt? Es gibt noch nichtmal Fotos davon. Also, es passierte etwas. Ich kam vom Klo wieder. Und da lief grad dieses Lied. Dieses dödödödödödamdam. Ihr wisst schon. Und drei, vier Stunden später haben wir uns dann ein Taxi bestellt, nachdem ich mir mit Hermann und Benni R. noch den übelsten Kokosscheiß geteilt habe und währenddessen im Hintergrund Musik des A-Teams lief. Ich liebe es, wenn ein Plan weder funktioniert, noch sonst irgendwas, sondern sich in einer Weise verselbstständigt, die allen die Augen öffnet.
Wie erklärt man unbeteiligten Lesern, dass sich auf der Tanzfläche, drölf, sechzehn verschiedene Tanzstile zu einer großen Spacko-Parade vereinten, von der man unseren Kindern noch erzählen wird, die in dieser Nacht über unseren Köpfen gezeugt wurden.
Ja, das weiß ich auch nicht, jedenfalls war das die großartigste Party des Jahres und jeder, der sie vorzeitig verließ oder gar nicht erst aufsuchte, den hat das natürliche Ausschlussverfahren ohnehin nicht berücksichtigt.
Was mich zum nächsten Tag führt. Was mich nach Röddenau führt. Was mich in das Maisfeld führt. Denn das Maisfeld ist der Rede wert. Ich will euch jetzt mal was sagen. Nie hat ein Mensch es mehr verdient, gefeiert zu werden, als ich in diesem Moment.
Und es ist mir egal, dass das Tierfutter ist und dass man das eigentlich nicht macht. Und dass meine Stiefel am nächsten Tag ausgesehen haben wie Sau. Ich habe einen Köpper in das Maisfeld gemacht, eigentlich mehrere Köpper, und das war richtig gut. Jetzt noch ein kleiner Tipp an den Veranstalter. Wenn ihr die Bands in Zukunft genau zwischen Pommesbude und Toilette positioniert, habt ihr volles Haus. Weil gegessen wird immer. Und das andere auch.
Man könnte meinen, dieser Text entstand im Delirium. Aber nein, ihr irrt gewaltig. Und nun stellt eure Scheiß Computer aus, geht vor die Tür und feiert euch mal wieder ein bisschen selbst.
“And I’ll be here by the ocean
Just waiting for proof
that there’s sunsets and silhouette dreams.
All my sand castles fall
like the ashes of cigarettes
And every wave drags me to sea.
I could stand here for hours
Just to ask God the question,
“Is everyone here make-believe?”
With a tear in His voice, He said,
“Son, that’s the question.”
Does this deafening silence
mean nothing to no one but me?”
Obwohl ich im letzten Jahr sozusagen dran vorbeigehört habe,denn ihr aktuelles Album hat mich nicht unbedingt von den Socken gehauen, zählen Maximo Park immer noch zu meinen allgemeinen Lieblingsbands. Books from Boxes, Apply some pressure – Mehr muss ich dazu eigentlich gar nicht mehr sagen. Es ist die Kombination aus eingängigen, schönen Melodien, wahnsinnig guten Texten und der Stimme von Frontman Paul Smith. Und den gibts ab Oktober solo. Wie auf nicorola zu lesen ist, entstand das gute Stück während der letzten Jahre in Zusammenarbeit mit Kumpel Andy Hodson (Ich weiß nicht, ob man ihn kennen muss) und wird ein bisschen poppiger klingen. Für mich hört sich das gut an. Und jetzt nochmal für alle…
“Und wenn ich heute am Meer sitze und Steine in das tiefschwarze, spiegelglatte Wasser werfe, glaube ich fest daran, dass Du sie in Deiner neuen Welt am Strand findest und aufsammelst.” (vernarbt)
Ich möchte keine Werbung für die Zalando-Schuhflatrate machen, obwohl es mich innerlich ein bisschen antörnt, mir Schuhe im Gesamtwert von 3.000 € zu bestellen. Die ersten, die ich dann theoretisch gerne hätte, wäre dann übrigens dieses Schuhwerk von Sara. Wunderschön.
Weil ich also keine Werbung für die Zalando-Schuhflatrate mache, mache ich Werbung für mich selbst. Leute, ich will immer noch meinen Kleiderschrank entrümpeln. Und ich weiß, unter den Sachen befindet sich nicht diese ganze Hipster-Scheiße, sowas trage ich nämlich gar nicht, hab ich keine Zeit für, keine Lust, kein Geld. Und überhaupt. Gut, das mit dem Geld ist unlogisch…
Jedenfalls habe ich zur Zeit 50 Artikel auf meinem Kleiderkreisel-Profil zum Verkauf angeboten. Und bis zum 15. August gibt es die Klamotten noch günstiger, denn… [Peter Fox Affentrommel ON]…
Man kann sich 2 Artikel aussuchen und bezahlt nur die Hälfte der Endsumme.
Hinzu kommen noch entsprechende Versandkosten, die irgendwo zwischen 2,00 Euro und 6,00 Euro liegen. (6,00 Euro aber nur im äußersten Notfall, wenn es ein schweres, großes Paket werden sollte)
Die meisten Oberteile, die ich da reingestellt hab, kosten nicht mehr als 3,00 €, die meisten sind glaub ich von H&M und mir mittlerweile zu klein geworden.*
Also Freunde, vielleicht findet ihr ja was, bei den Preisen kann man wirklich nicht meckern, das müsst ihr zugeben! Übrigens, ihr müsst euch nicht unbedingt selbst bei Kleiderkreisel anmelden, um mich zu kontaktieren. Die Artikel könnt ihr euch auch ohne Anmeldung anschauen und die weitere Kommunikation kann dann über email laufen (franziseibel@t-online.de)
(Das erinnert mich daran, dass ich mal wieder an meinem Fitness-Tagebuch schreiben sollte, heute Abend gehen Frau S. und ich wieder ne Runde trainieren)
“Er hat damals nicht geweint. „Keine Zeit“, sagt er. Aber die Menschen, die er am Fluss für Leichen hielt, greifen noch heute im Traum manchmal nach ihm.”