Phrazes for the young – Eine Expertenmeinung
… gibt es sicher irgendwo anders, man muss da nur ein bisschen nachforschen. Von mir gibt es zum Debüt von Julian Casablancas lediglich eine subjektive, total unzusammenhängende Meinung. Herr Casablancas ist übrigens am 03.12 in Berlin und ich frage mich gerade, ob ich da gerne hinfahren möchte. Aber das könnte schwierig werden…
Das oberflächliche Durchhören des Albums vor einigen Tagen ließ mich übrigens unbefriedigt und traurig zurück. Mal sehen wie sich das Teil vollständig anhört.
1. Out of the blue
Ich bin bestürzt. Weil: Ich schätze ich liebe dieses Lied. Der Refrain klingt nach den Strokes und etwas neuem oder sagen wir mal anderem. Julian Casablancas wirkt gelangweilt und hat alles unter Kontrolle. Wie immer? Ich weiß es nicht. Nein ehrlich… ich mag das Lied sehr sehr sehr. Ich mag die Gitarre. Ich will jetzt tanzen. 9 von 10 Punkten. How could you be so perfect for me. Why can´t you ignore the things I did before.
2. Left right in the dark
Hab ich gesagt, ich liebe die Gitarre? Ja ich sag es gerne noch einmal: Ich liebe die Gitarre. Ich mag diese Mischung aus aufgeweckter Melodie und Langeweile in der Stimme. Ich mag es, wenn Lieder ein bisschen wie Hymnen klingen, aber sie trotzdem irgendwie niemals Hymnen sein werden. Sondern irgendwas anderes. “Left right in the dark” erinnert mich an meine Kindheit. Werde mich mal auf die Suche nach einer Hüpfburg machen. 8 von 10 Punkten.
3. 11th dimension
I just nod, I´ve never been so good at shaking hands. Worum gehts in diesem Lied eigentlich? Ich habe keine Ahnung. Julian Casablancas verpackt Standard-Weisheiten in seiner Musik. Das mögen viele für dämlich und überbewertet halten. Aber dieses Lied ist so tanzbar, dass es eigentlich scheißegal ist, worum es geht. 9 von 10 Punkten. Forgive them even if they are not sorry.
4. Chords of the apocalypse
Ein Song von damals. Und so geht es vermutlich vielen, wenn sie ihn das erste Mal hören. Julian Casablancas heult sich einen ab. Engtanz. Gleich wird die Abschlussballkönigin genannt. Ist da ein bisschen Ironie in den Zeilen versteckt? Na jedenfalls… vier gute erste Songs von “nur” acht, das ist eine gute Sache. Besser als zwei gute Songs von dreizehn. Bestechende Logik. Und 7 von 10 Punkten.
5. Ludlow St.
Erster Gedanke: Wird das jetzt das Depri-Lied, bei dem wir irgendwie melancholisch werden? Zweiter Gedanke: Ein vielleicht etwas weniger gelangweilter Julian Casablancas, als hätte er sich ein bisschen aufgewärmt. Aber nur ein klein wenig. Genug um dem Lied nicht im Weg zu stehen. Ich klinge wie ein Schülerzeitungs-Redakteur? Nun Freunde, ich BIN Schülerzeitungs-Redakteur. Und Julian Casablancas hat bis jetzt ein wirklich schönes Album abgeliefert. Ich meine… hallo??? Hätte jemand einen Countrysong darauf vermutet? Nein, niemals. (7 von 10 Punkten)
6. River of brakelights
Wie auch bei einem Großteil der anderen Songs auf dem Album rumpelt der Song gleich los. Ich werd mit ihm nicht ganz so schnell warm, würde die Grundaussage des Stücks jedoch so unterschreiben. Timing is everything. 5 von 10 Punkten.
7. Glass
Klingt irgendwie nach dem letzten Album der Strokes. Oder hör nur ich das raus? Ein bisschen fasziniert bin ich ja, aber trotzdem nicht überzeugt. Ist die zweite Hälfte dieses leider sehr kurzen Albums die deutlich schlechtere? Julian Casablancas leiert wieder in gewohnter Manier. Ehrlich… klingt doch nach irgendeinem Lied von den Strokes, oder? (Ich bilde mir das wohl nur ein) 6 von 10 Punkten.
8. Tourist
Ich mag die Gitarre. Der Song besteht aus zwei völlig verschiedenen Songs, aber trotzdem mag ich ihn, weil er irgendwie ungewöhnlich ist. Vielleicht der ungewöhnlichste Song des Albums. Sehr schwer einzuschätzen. Gebe ich ihm jetzt 8 oder 9 Punkte oder nur 3? Aber eins weiß ich: Sollte das mit den Strokes nicht mehr funktionieren, muss Herr Casablancas noch Lust auf ein paar mehr Alben haben. Das war jetzt sehr schön. Gut, dass es doch nicht so scheiße ist wie anfangs befürchtet. 7 von 10 Punkten für “Tourist”.
Und jetzt befehle ich euch, dass ihr alle ungefähr 20 Mal “Out of the blue” hört. So ein wahnsinnig wahnsinnig wahnsinnig geiles Lied. Sollte ich es mal live hören, werde ich … keine Ahnung… ach … Mensch …


am Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 23:32 Uhr
hab nach drei mal abgebrochen ;) ich komm mit diesem – ich mach was alleine – nicht klar. das sind nicht die strokes und das ist nichts eigenständiges. der refrain is noch das beste am song.
ich gebe dem album 4 von 10 möglichen punkten. aber ich bin schön subjektiv. das muss jeder selbst entscheiden.